Kolumne Dr. Trecker – Tietzer und Hink drehen ab

In Schrauberecke by Birthe0 Comments

In letzter Zeit ist Dr. Trecker ganz oft in kleinen Filmchen mit Sven Tietzer bei Facebook und Instagram zu sehen. Wie konnte das passieren?
Im Jahr 2016 wurde die Fernsehsendung „Treckerfahrer dürfen das“ ins Leben gerufen – diese wird beim NDR im dritten Programm ausgestrahlt. Das Publikum scheint wirklich Hunger auf Traktorfilme zu haben. Acht Folgen liefen bereits über den Sender, eine neue Staffel soll bald produziert werden. Die Redaktion der Sendung hatte den Wunsch, „Treckerfahrer dürfen das“ mit fachlichen Beiträgen aufzuwerten und auch vermehrt im Internet präsent zu sein. Die Idee fand ich großartig, erste Dreherfahrung mit Sven Tietzer waren vorhanden, und an einer Nordstory hatte ich auch schon mitgewirkt.

Das Drehteam zu Besuch in der Werkstatt von Dr. Trecker am Kiekeberg

Moderator Sven Tietzer war schon als kleiner Junge von Traktoren fasziniert

Nur die private Bastelbude, die ich mit Kumpel Jens habe, war gerade nicht salonfähig. Nach Rücksprache mit dem Redakteur und dem Direktor des Freilichtmuseums war die Sache beschlossen: Die Kurzfilme mit Dr. Trecker und Sven Tietzer werden am Kiekeberg produzieren. Das Museum mit dem Fahrzeugbestand, dem Außengelände und der Werkstatt sind wie dafür gemacht. Wir haben hier etwa 65 historische Fahrzeuge, viele Motoren und eine sehr schöne Werkstatt. In der Werkstatt sind für Treckerfans auch immer wieder interessante Sachen im Hintergrund zu sehen, vielleicht werden wir demnächst auch Instandsetzungsarbeiten an Museumsfahrzeugen dokumentieren. Die Technik-AG wird dann selbstverständlich mit dabei sein. Sind sie jetzt auch schon gelegentlich.

Meistens treffen wir uns gegen zehn Uhr morgens in der Museumswerkstatt, halten kurz Kriegsrat welche Themen wir bearbeiten wollen, besprechen dann die Umsetzung. Und dann heißt es: „Action!“ Je nach Thema und Wetter in der Werkstatt, auf dem Freigelände, im Magazin oder im Agrarium. Pro Drehtag produzieren wir acht bis zwölf Kurzfilme. Wer Interesse an diesen Filmen hat, der wird diese im Internet bei Instagram und Facebook finden. Einfach den Sendungstitel oder Dr. Trecker bei der Suche eingeben.

Eiskalt durchgezogen

Anfang Februar hatten wir Traumhaftes Wetter am Museum: Sonnenschein und frischer Schnee. Keine Frage, da waren Außenaufnahmen angesagt. Beackern wollten wir die Themen Starthilfe mit Starthilfekabel und Kraftstoffanlage. Nach kurzen Überlegungen haben wir uns für den D25 von Tim Dunker und den Hanomag der Museumskollegen entschieden. Dieses sind zwei typische Fahrzeuge, welche um 1960 hergestellt worden. Gerade der D25 ist ein beliebtes Sammlerobjekt.
Dicke Klamotten waren an dem Tag notwendig, die Temperaturen lagen bei unter Null Grad. Wir platzierten die Fahrzeuge, berieten uns, und platzierten die Fahrzeuge neu, berieten uns erneut… ja passt alles, jo mit Gegenlicht auch – na dann los! Halt, der Kameramann wollte dann doch eine andere Aufstellung da sonst ein zu großer Schwenk nötig gewesen wäre, also noch einmal… Dann noch eben kurz die Inhalte durchgesprochen… Es ist gar nicht so einfach, einen technischen Inhalt in einem Kurzfilm locker flockig rüberzubringen ohne zu tief in die Materie einzusteigen. Denn der Film soll ja auch für nicht schraubende Treckerfans interessant sein. Dann haben wir mehrmals die Starthilfe vorgeführt bis die Bilder richtig im Kasten waren. Anschließend demontierte und montierte ich den Kraftstofffilter des Deutz mehrmals publikumswirksam. An sich nichts Schlimmes für mich, aber der Filter sitzt im Tank und der Dieselkraftstoff hatte auch nur 0 Grad Celsius. Brrrrrr.

Perfekte Arbeitsteilung: Dr. Trecker schraubt, Sven Tietzer schaut zu

Es hat aber alles super geklappt, und anschließend war Aufwärmen angesagt. Die Kollegen von der Lebenshilfe um Martin Göde haben uns glücklicherweise heißen Kaffee und Tee zubereitet. Danke!

Die schönen Bilder waren ausschlaggebend diese kleine, etwas andere Dr. Trecker-Story zu schreiben.

Dr. Trecker hat jetzt bei Facebook auch eine eigene Seite, hier sind immer viele schöne Sachen vom Freilichtmuseum am Kiekeberg zu sehen.

Dr. Trecker alias Holger Hink

Kameramann Ronald ist mit der Aufstellung von Hanomag und Deutz zufrieden

Du willst mehr über Dr. Trecker und das Freilichtmuseum erfahren? Dann lies‘ unsere weiteren Blog-Beiträge – du gelangst zu ihnen durch Klick auf eines der Bilder unten. Oder schau‘ dich auf der Seite des Freilichtmuseums um.

Mehr über die Sendung „Treckerfahrer dürfen das“ gibt es auf der entsprechenden Facebook-Seite.

Dr. Trecker

Alle 14 Tage berichtet Dr. Trecker alias Holger Hink vom Freilichtmuseum am Kiekeberg von aktuellen und bereits abgeschlossenen Restaurierungsprojekten. Unterstützt wird der Werkstattleiter bei seiner Arbeit von den „Mittwochs-Schraubern“ im Museum.

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